Ab dem kommenden Jahr dürfen Banken in Deutschland den Verkauf und die Lagerung von Kryptowährungen unter der neuen Gesetzgebung anbieten.


Bisher waren Banken vom direkten Zugang zu Kryptoanlagen ausgeschlossen, aber das neue Gesetz zur Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie würde das ändern, so das Handelsblatt in einem Bericht vom Mittwoch. Der Gesetzentwurf wurde bereits vom Bundestag verabschiedet und wird voraussichtlich von den 16 Bundesländern unterzeichnet.

Die Gesetzesvorlage geht weiter als bisher geplant, heißt es im Bericht. Ursprünglich sollten Banken nicht als Krypto-Verwahrer fungieren dürfen und haben sich auf externe Verwahrer oder spezialisierte Tochtergesellschaften verlassen.

Sven Hildebrandt, Leiter des Beratungsunternehmens DLC, begrüßte die Nachricht und sagte dem Handelsblatt: „Deutschland ist auf dem besten Weg, ein Paradies für Kryptos zu werden. Der deutsche Gesetzgeber spielt eine Vorreiterrolle bei der Regulierung von[Kryptowerten].“

Auch der BdB zeigte sich positiv über die Gesetzgebung. „Die Kreditinstitute haben Erfahrung in der Verwahrung von Kundenvermögen und im Risikomanagement, sind dem Anlegerschutz verpflichtet und wurden immer von der Finanzaufsicht kontrolliert“, heißt es dort. Damit könnten Banken „Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mit Krypto-Assets wirksam verhindern“.

Die Vorlage würde es den Anlegern außerdem ermöglichen, über in Deutschland ansässige Fonds in Kryptos zu investieren und nicht gezwungen zu sein, ihr Geld ins Ausland zu bringen, so der BdB.

Einige Kommentatoren äußerten Bedenken hinsichtlich einer möglichen Bedrohung des Verbraucherschutzes durch das neue Gesetz.


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