Es gibt viele verschiedene innovative Blockchain-bezogene Projekte. Nicht alle diese Bemühungen werden den Mainstream erreichen, aber es scheint, dass das Unternehmen Handshake auf dem richtigen Weg ist. Die dezentrale Zertifizierungsstelle und gleichzeitiger Naming Service Provider zielt darauf ab, das traditionelle DNS-System zu verbessern, indem sie Dezentralisierung und Transparenz fördert. 


Worum geht es bei Handshake?

Für diejenigen, die mit dem Handshake-Projekt nicht vertraut sind: Das Team von Handshake ist bestrebt, ein dezentrales und zulassungsfreies Naming-Protokoll zu erstellen.

Das ist dem Standard-DNS-Dienst sehr ähnlich, aber es gibt einige entscheidende Unterschiede. Jeder Peer des Handshake-Netzwerks validiert und verwaltet beispielsweise permanent die sogenannte „Rootzone“. Mehr dazu weiter unten im Artikel.

Angenommen, dieses Projekt wird irgendwann ein großer Teil des Internets, kann es tatsächlich gelingen, eine alternative Lösung zu zentralen Zertifizierungsstellen aufzubauen.

Einige mögen jetzt vielleicht glauben, dass das ultimative Ziel des Projektes somit wäre, das traditionelle DNS zu verdrängen. Dem ist aber nicht so. Stattdessen liegt der Fokus darauf, die Root-Zone Datei und die Server durch ein öffentliches Gemeinschaftsprojekt zu ersetzen. Es ist immer besser, den Nutzern tragfähige Alternativen zu bieten, als effektiv zu versuchen, einen der Eckpfeiler des Internets zu zerstören.

Wie realistisch sich dieser Ansatz erweist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr schwer vorherzusagen. Da es sich bei Handshake noch um ein relativ neues Unternehmen handelt, muss es sich erstmal beweisen, um die hohen Erwartungen erfüllen zu können.


Kernfunktionen des Handshake-Protokolls

Handshake bietet den Benutzern eine einfachere und dezentralere Möglichkeit, Top-Level-Domains zu registrieren. Sobald eine Domain registriert ist, wird sie von allen Netzwerkteilnehmern in die Zonendatei des Projekts aufgenommen. Benutzer sind ebenfalls willkommen, als Host und Validierer zu fungieren, dieses ist jedoch nicht obligatorisch.

Alle Entitäten in der bestehenden Root-Zonendatei werden im Genesis-Block registriert, der der projekteigenen Blockchain zugeordnet ist. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil des dezentralen Charakters dieses Projekts, da die Blockchain-Technologie viele verschiedene Anwendungsfälle ermöglicht, die sonst nicht möglich wären.


Der projekteigene Coin

Die Registrierung von Domain-Namen über das Handshake-Protokoll erfordert die Verwendung von HNS, der Währung dieses Projekts. Dieses Münzsystem ermöglicht es Community-Mitgliedern, Auktionen zu organisieren und Gebote für Top-Level-Domains abzugeben. Es ist auch eine praktikable Lösung, um Spam im P2P-Netzwerk zu verhindern. Insgesamt 70% aller HNS wurden der Free and Open Source Software Community, oder auch FOSS genannt, gewährt. Entwickler können sich aktuell noch an den Coin Distribution Airdrops beteiligen, die noch einige Zeit andauern werden. 


Wie stehen die Erfolgschancen des Unternehmens?

Es ist immer schwer abzuschätzen, ob ein Blockchain-Projekt eine nachhaltige Wirkung haben kann oder nicht. Im Falle von Handshake stehen die Chancen gut, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln. Auch, wenn es keineswegs einfach sein wird, das DNS-System in irgendeiner Weise zu verbessern. Zudem ist es immer ein langwieriger und mühsamer Prozess, Verbraucher und Dienstleister zum Umsteigen auf eine neue Technologie zu bringen, insbesondere bei Infrastruktur wie dieser.


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